Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für die Wohnmobilvermietung

Hübimobil Wohnmobilvermietung · Stand: Oktober 2026

1. Zustandekommen des Vertrages & Zahlungsbedingungen

1.1 Gegenstand des Vertrages

Gegenstand des Vertrages ist ausschließlich die mietweise Überlassung des Fahrzeugs. Der Mietvertrag ist auf den vereinbarten Zeitraum befristet.

1.2 Anzahlung und verbindliche Reservierung

Mit Erhalt der Buchungsbestätigung wird innerhalb von sieben Tagen eine Anzahlung in Höhe von 20 % des Mietpreises fällig. Die Reservierung ist erst mit fristgerechtem Zahlungseingang verbindlich.

1.3 Restzahlung und unvollständige Bezahlung

Der restliche Mietpreis (80 %) ist spätestens 14 Tage vor Mietbeginn auf das Konto des Vermieters zu überweisen. Bei kurzfristigen Buchungen (weniger als 14 Tage vor Mietbeginn) ist der Gesamtrechnungsbetrag sofort fällig. Bei unvollständiger Bezahlung des Mietpreises besteht kein Anspruch auf Fahrzeugübergabe.

1.4 Servicepauschale & Zusatzoptionen

Für jede Anmietung wird eine einmalige Servicepauschale erhoben (z. B. für Gas, Sanitärchemie, Fahrzeugvorbereitung und Einweisung).

Die Servicepauschale (120,00 €) beinhaltet die Grundausstattung für bis zu 4 Personen (u. a. Geschirr, Besteck und 4 Stühle).

Zusatzausstattung: Bei Fahrten mit mehr als 4 Personen können weiteres Geschirr, Besteck sowie zusätzliche Stühle gegen einen Aufpreis hinzugebucht werden. Die Preise hierfür richten sich nach der jeweils gültigen Preisliste.

Im Falle einer Stornierung ist die Servicepauschale nur dann zu entrichten, wenn und soweit die darin enthaltenen Leistungen bereits tatsächlich erbracht wurden. Dem Mieter bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein geringerer Aufwand entstanden ist.

1.5 Kaution und Abrechnung

Bei Übergabe ist eine Kaution in Höhe von 1.500,00 € zu leisten. Ohne Zahlung der Kaution besteht kein Anspruch auf Fahrzeugübergabe.

Die Kaution dient als Sicherheit für alle Ansprüche des Vermieters aus dem Mietverhältnis (z. B. Selbstbehalt, nicht versicherte Schäden, Reinigungs- und Betankungspauschalen, Mehrkilometer, Verwaltungspauschalen, Bußgelder, Mautgebühren, Nachberechnung von Mietzeit).

Die Kaution begrenzt weder die Haftung des Mieters, noch ist sie mit dem Selbstbehalt gleichzusetzen. Die Höhe des Selbstbehalts ergibt sich aus Ziffer 6.2.

Die Kaution wird nicht verzinst. Sie wird innerhalb von 14 Tagen nach ordnungsgemäßer Rückgabe erstattet, soweit keine Gegenforderungen bestehen. Ist die Schadenshöhe noch nicht abschließend ermittelt oder stehen behördliche Bußgeldbescheide bzw. Mautabrechnungen noch aus, darf der Vermieter einen angemessenen Teil der Kaution bis zur endgültigen Klärung einbehalten und rechnet anschließend darüber ab.

Übersteigen die Ansprüche des Vermieters die Kaution, bleibt der Mieter zur Zahlung des Restbetrags verpflichtet. Ein überschießender Betrag wird erstattet.

1.6 Textform und Nebenabreden

Änderungen und Ergänzungen sollen zu Nachweiszwecken in Textform festgehalten werden. Individuelle Vereinbarungen haben gemäß § 305b BGB Vorrang; gesetzlich zulässige formfreie Abreden bleiben wirksam.

2. Kündigung und Stornierung

2.1 Befristete Mietdauer

Bei befristeten Mietverträgen ist die vereinbarte Mietdauer für beide Parteien verbindlich. Eine Verlängerung oder Verkürzung ist nur im gegenseitigen Einvernehmen möglich.

2.2 Rücktritt und Stornoentschädigung

Tritt der Mieter vom Vertrag zurück, kann der Vermieter eine angemessene Entschädigung verlangen. Diese bemisst sich nach dem vereinbarten Mietpreis unter Berücksichtigung ersparter Aufwendungen sowie einer anderweitigen Vermietung des Fahrzeugs.

Die Entschädigung wird pauschaliert wie folgt angesetzt:

Dem Mieter bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass dem Vermieter kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.

Eine anderweitige Vermietung des Fahrzeugs ist auf die Entschädigung anzurechnen. Der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung wird dringend empfohlen.

2.3 Nichtbereitstellung, Ersatzfahrzeug und Haftung

Kann das Fahrzeug aus Gründen, die der Vermieter nicht zu vertreten hat (z. B. Unfall, Diebstahl, unvorhersehbare technische Defekte, verspätete Rückgabe durch Vormieter, höhere Gewalt), nicht zum vereinbarten Zeitpunkt bereitgestellt werden, ist der Vermieter berechtigt, ein nach Größe und Ausstattung vergleichbares Ersatzfahrzeug zu stellen.

Ist dies nicht möglich, werden bereits geleistete Zahlungen vollständig erstattet.

Weitergehende Schadensersatzansprüche des Mieters sind ausgeschlossen, soweit der Vermieter die Nichtbereitstellung nicht zu vertreten hat.

Bei leicht fahrlässiger Pflichtverletzung haftet der Vermieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Die Haftung bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit bleibt unberührt.

2.4 Verspätete Rückgabe

Das Mietverhältnis verlängert sich nicht automatisch durch verspätete Rückgabe. Im Falle einer Verspätung kann der Vermieter eine Entschädigung gemäß § 546a BGB in Höhe des vereinbarten Mietzinses sowie Ersatz des darüber hinausgehenden Schadens verlangen.

3. Nutzung, Fahrer, Nutzungsverbote und Zubehör

3.1 Fahrer, Alter und Fahrerlaubnis

Das Fahrzeug darf nur von den im Mietvertrag genannten Personen geführt werden (Mindestalter 21 Jahre, seit mindestens 3 Jahren im Besitz der Fahrerlaubnis der Klasse B oder der alten Klasse 3). Die gültigen Fahrerlaubnisse sowie gültige Personaldokumente aller Fahrer müssen bei Übergabe zwingend im Original vorgelegt werden.

3.2 Zulässige Nutzungsgebiete

Die Nutzung ist innerhalb der EU (inkl. osteuropäischer EU-Staaten wie Polen, Tschechien etc.) sowie in Albanien, Andorra, Großbritannien, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und der Schweiz gestattet. Fahrten in außereuropäische Gebiete (z. B. Marokko, asiatischer Teil der Türkei) sind nur nach ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Vermieters gestattet, da hierfür ein gesonderter Versicherungsschutz geprüft werden muss. Fahrten in Kriegs- oder Krisengebiete sind generell untersagt.

3.3 Nutzungsverbote, Rauchen, Haustiere, GPS

Die Teilnahme an Motorsport-Events, Festivals, Geländefahrten, der Transport gefährlicher Stoffe, gewerbliche Personenbeförderung sowie Fahrten unter Einfluss von Alkohol oder Drogen sind untersagt. Das Rauchen im Fahrzeug ist streng untersagt. Bei Zuwiderhandlung wird eine Reinigungspauschale von 500,00 € (z. B. für Ozonbehandlung) fällig.

Die Mitnahme von Haustieren (insbesondere Hunden) ist nur nach vorheriger ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Vermieters gestattet. Bei gestatteter Mitnahme eines Hundes wird zur Abdeckung des erhöhten Reinigungs- und Desinfektionsaufwands (u. a. gründliche Beseitigung von Tierhaaren und Allergenen) eine Tier-Reinigungspauschale in Höhe von 50,00 € je Buchung erhoben. Die Verpflichtung des Mieters zur besenreinen Vorreinigung bleibt unberührt. Im Falle einer ungenehmigten / unerlaubten Mitnahme von Haustieren wird eine Reinigungspauschale von 300,00 € fällig. Dem Mieter bleibt bei allen Pauschalen der Nachweis gestattet, dass ein geringerer oder gar kein Reinigungsaufwand entstanden ist.

Das Fahrzeug ist mit einem GPS-Ortungssystem zur Diebstahlsicherung ausgestattet. Eine Auslesung erfolgt nur anlassbezogen im Falle eines Diebstahls oder einer Ortsüberschreitung entgegen der vertraglichen Vereinbarung.

3.4 Gesamtmasse, Dach, Fahrradträger, Fähr- und Wegebeschränkungen, Maut

Der Mieter ist für die Einhaltung der zulässigen Gesamtmasse (Vermeidung von Überladung) verantwortlich. Das Begehen des Fahrzeugdaches ist streng untersagt.

Fahrrad- und Heckträger: Bei Nutzung des Heck-Fahrradträgers ist die jeweils am Träger angegebene maximale Traglast (in der Regel max. 50–60 kg) strikt einzuhalten. Bei Mitnahme von E-Bikes oder Pedelecs sind die Akkus vor Fahrtantritt zwingend abzunehmen und gesichert im Fahrzeuginnenraum zu transportieren. Der Mieter ist für die ordnungsgemäße, vorschriftsmäßige Ladungssicherung der Fahrräder sowie das Schließen und Arretieren des Trägers vor Fahrtantritt allein verantwortlich. Für Schäden am Träger, an der Fahrzeugrückwand oder an Drittfahrzeugen durch Überladung oder mangelhafte Sicherung haftet der Mieter.

Das Befahren von unbefestigten Straßen, Schotterpisten, Stränden oder unwegsamem Gelände (Offroad) ist untersagt. Bei Schäden, die aus der schuldhaften Missachtung dieses Nutzungsverbots resultieren, haftet der Mieter vollumfänglich und ohne Begrenzung auf den Kasko-Selbstbehalt. Das Ein- und Ausfahren auf Fähren sowie das Überfahren von Rampen, Bodenwellen oder Steigungen hat unter äußerster Vorsicht und Beachtung der Bodenfreiheit sowie des hinteren Böschungswinkels / Hecküberhangs zu erfolgen; für hierbei entstehende Schäden am Hecküberhang, an Anbauteilen oder am Unterboden haftet der Mieter nach Maßgabe der Ziffer 6.

Der Mieter ist zudem für die ordnungsgemäße Registrierung bei elektronischen Mautsystemen sowie die Entrichtung aller anfallenden Straßen- und Tunnelgebühren selbst verantwortlich.

3.5 Kilometerpauschale

Sofern nicht anders vereinbart, sind pro Miettag 250 km inklusive. Mehrkilometer werden bei Rückgabe mit 0,40 € pro Kilometer berechnet.

4. Kleinreparaturen und Betriebsstoffe

4.1 Betriebsstoffe

Kraftstoff, Motoröl, AdBlue und andere Hilfsstoffe gehen während der Mietdauer zu Lasten des Mieters.

4.2 Kleinreparaturen

Kleinere Instandsetzungen (z. B. Austausch von Leuchtmitteln) bis zu einem Betrag von 100,00 € im Einzelfall kann der Mieter ohne Rücksprache durch eine Fachwerkstatt ausführen lassen. Die Kosten werden gegen Vorlage der Originalrechnung und des Altteils erstattet. Eigenleistungen des Mieters werden nicht vergütet.

5. Sorgfalts-, Sicherungs- und Einweiserpflichten

5.1 Übergabe und Mängelanzeige

Der Mieter hat das Fahrzeug bei Übergabe zu prüfen und Mängel sofort in Textform (Übergabeprotokoll) anzuzeigen.

5.2 Pflegliche Behandlung, Gasanlage (Crashsensor), Markise und Frostschutz

Das Fahrzeug ist pfleglich zu behandeln. Bei extremen Wetterbedingungen (Sturm, Hagel) oder drohendem Vandalismus ist das Fahrzeug bestmöglich zu sichern.

Gasanlage und Crashsensor: Die Fahrzeuge sind mit einer modernen Sicherheits-Gasdruckregelanlage inklusive Crashsensor ausgestattet, welche das Heizen und den Gasbetrieb des Kühlschranks grundsätzlich auch während der Fahrt ermöglicht. Löst der Crashsensor (z. B. durch starke Erschütterungen, Schlaglöcher oder scharfes Bremsen) aus, unterbricht er die Gaszufuhr automatisch. Der Mieter wird bei Übergabe in das fachgerechte Zurücksetzen (Reset) eingewiesen. Es ist streng untersagt, Manipulationen an der Gasanlage, dem Regler oder den Hochdruckschläuchen vorzunehmen. Beim Befüllen von Kraftstoff oder während des Fährbetriebs sowie an Tankstellen sind alle offenen Flammen zu löschen und die Gasgeräte vorschriftsmäßig abzuschalten.

Die Markise ist bei aufkommendem Wind, Sturm, starkem Regen sowie bei Abwesenheit vom Fahrzeug und über Nacht stets vollständig einzufahren und ordnungsgemäß zu verriegeln. Vor Fahrtantritt hat sich der Mieter davon zu überzeugen, dass alle Dachhauben, Dachfenster, Ausstellfenster und Türen vollständig geschlossen und verriegelt sowie Trittstufen und Markise vollständig eingefahren sind.

Bei Frostgefahr in kälteren Jahreszeiten hat der Mieter dafür Sorge zu tragen, dass das Fahrzeug ausreichend beheizt wird oder alle wasserführenden Systeme (Frisch- und Abwassertanks, Leitungen sowie der Warmwasserboiler über das Sicherheits-/Frostschutzventil) vollständig entleert werden. Für Schäden durch Frosteinwirkung an Leitungen, Tanks oder Therme haftet der Mieter, wenn er die Pflichten dieser Ziffer schuldhaft verletzt hat.

5.3 Meldepflicht

Jeder Schaden ist dem Vermieter unverzüglich anzuzeigen. Unterbleibt die Meldung schuldhaft, haftet der Mieter für daraus resultierende Folgeschäden (z. B. Mietausfall beim Folgemieter).

5.4 Einweiser- und Rangiervorschriften

Aufgrund der Fahrzeugabmessungen und des toten Winkels ist das Rangieren, Rückwärtsfahren sowie das Befahren unübersichtlicher, beengter oder steiler Passagen (z. B. Stellplatzzufahrten, Rampen, Knickkanten) grundsätzlich nur unter Zuhilfenahme einer geeigneten einweisenden Person gestattet. Die einweisende Person muss die nötige Reife, Übersicht und Urteilskraft besitzen, um Abstände, Bodenfreiheit und Gefahren verlässlich einzuschätzen; das Heranziehen ungeeigneter Personen (insbesondere minderjähriger Kinder) stellt ein Auswahlverschulden des Mieters dar. Ist keine geeignete einweisende Person verfügbar (z. B. bei Alleinfahrt), hat sich der Mieter vor Beginn des Rangiervorgangs durch persönliches Aussteigen und Besichtigung des rückwärtigen bzw. unübersichtlichen Raums von der Hindernisfreiheit zu überzeugen und sich unter äußerster Vorsicht schrittweise heranzutasten. Die schuldhafte Missachtung dieser Pflichten kann im Schadensfall als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden, sofern der Verstoß für den Schadenseintritt ursächlich war.

6. Haftung des Mieters & Versicherungsschutz

6.1 Versicherungsschutz (AKB)

Das Fahrzeug ist gemäß den geltenden Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB) versichert. Es besteht eine Haftpflichtversicherung gegenüber Dritten sowie eine Vollkaskoversicherung. Die Selbstbeteiligung je Schadensfall beträgt je nach Fahrzeug 1.000 € oder 1.500 € und ist im Mietvertrag für das gebuchte Fahrzeug ausgewiesen.

6.2 Selbstbehalt des Mieters

Der Mieter haftet für während der Mietzeit entstehende Schäden am Fahrzeug bis zur Höhe der im Mietvertrag für das gebuchte Fahrzeug ausgewiesenen Selbstbeteiligung je Schadensfall. Maßgeblich ist der im Mietvertrag genannte Betrag.

6.3 Grobe Fahrlässigkeit und Kürzung der Freistellung

Bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Verursachung eines Schadens kann der Vermieter seine Leistungsverpflichtung zur Haftungsfreistellung entsprechend der Schwere des Verschuldens kürzen oder bei Vorsatz vollständig versagen. Grobe Fahrlässigkeit kann insbesondere vorliegen bei:

6.4 Innenraum, Markise, Reifenschäden, Fehlbetankung und Wassersystem

Für Schäden im Innenraum (insbesondere an Möbeln, Polstern und Ausstattung), die nicht von der Kaskoversicherung erfasst sind, sowie für Schäden durch unsachgemäße Bedienung haftet der Mieter nach den gesetzlichen Vorschriften. Eine Begrenzung auf den Kasko-Selbstbehalt besteht insoweit nicht.

Markisenschäden: Schäden an der Markise sind durch die Kaskoversicherung nicht gedeckt. Der Mieter haftet für Beschädigungen der Markise, soweit er sie zu vertreten hat (z. B. bei Nichtbeachtung der Sicherungspflichten gemäß Ziffer 5.2, Fehlbedienung oder Fahren mit nicht vollständig eingefahrener Markise), in voller Höhe der Reparatur- bzw. Wiederbeschaffungs- und Montagekosten. Eine Begrenzung auf den Kasko-Selbstbehalt besteht insoweit nicht.

Reifen- und Felgenschäden: Reine Reifenschäden sowie Beschädigungen an den Felgen sind nicht über die Kaskoversicherung abgedeckt. Der Mieter haftet dafür, soweit er sie zu vertreten hat (z. B. durch Bordsteinkontakt, falschen Reifendruck oder Überladung), einschließlich Montage und ggf. des technisch erforderlichen achsweisen Tauschs. Verschleiß sowie Material- oder Fabrikationsfehler trägt der Vermieter.

Fehlbetankung und Wassersystem: Ebenso haftet der Mieter vollumfänglich für alle Folgen einer Fehlbetankung. Als Fehlbetankung gilt insbesondere auch das Einfüllen von Kraftstoff (z. B. Diesel) in das Frischwassersystem oder von falschen Stoffen in den AdBlue-Tank. Gelangt Kraftstoff in das Wassersystem, haftet der Mieter in voller Höhe für den zwingend erforderlichen Austausch aller kontaminierten Komponenten (Tanks, Pumpe, Boiler, Leitungen und Armaturen).

6.5 Kontrollleuchten

Signalisieren die Kontrollleuchten im Fahrzeug (z. B. für Ölstand/Öldruck, Wasser, Temperatur, Bremsenverschleiß oder Sonstiges) ein Problem, so ist der Mieter verpflichtet, sich entsprechend den in der Betriebsanleitung des Herstellers für das Fahrzeug dafür vorgegebenen Hinweisen zu verhalten.

7. Verhalten bei Unfällen (Polizeipflicht)

7.1 Polizei und Benachrichtigung des Vermieters

Bei Unfällen mit Fremdbeteiligung, Personenschäden, Wildunfällen, Diebstahl, Vandalismus oder Streit über die Schuld ist die Polizei hinzuzuziehen. In jedem Fall ist der Vermieter sofort zu benachrichtigen. Bei Bagatellschäden ohne Fremdbeteiligung ist der Schaden zusätzlich durch Fotos zu dokumentieren.

7.2 Folgen bei Verletzung der Pflichten

Verletzt der Mieter diese Pflichten, wird die Haftungsfreistellung nur gekürzt, soweit die Verletzung Einfluss auf die Feststellung des Schadens oder den Umfang der Leistungspflicht des Vermieters hatte. Bei vorsätzlicher Verletzung entfällt sie, bei grob fahrlässiger Verletzung wird sie nach der Schwere des Verschuldens gekürzt.

8. Technische Defekte

8.1 Fristlose Kündigung

Treten unverschuldete technische Defekte auf, die die Gebrauchstauglichkeit wesentlich einschränken, können beide Parteien den Vertrag fristlos kündigen, sofern eine kurzfristige Reparatur nicht möglich ist.

8.2 Mietminderung und weitergehende Ansprüche

Für die Dauer der Beeinträchtigung wird der Tagesmietpreis anteilig gemindert. Weitergehende Ansprüche des Mieters richten sich nach Ziffer 10.

9. Rückgabe, Reinigung und Gebühren

9.1 Übergabe und Rückgabe

Die Übergabe des Fahrzeugs erfolgt ab 15:00 Uhr oder nach individueller Vereinbarung. Die Rückgabe muss bis spätestens 14:00 Uhr oder nach Vereinbarung erfolgen.

Das Fahrzeug ist vollgetankt (Kraftstoff sowie AdBlue) und innen gereinigt zurückzugeben. Wird das Fahrzeug nicht vollgetankt zurückgegeben, berechnet der Vermieter die Kraftstoff-/AdBlue-Kosten plus eine Tank-Aufwandspauschale von 35,00 €. Dem Mieter bleibt der Nachweis gestattet, dass ein geringerer Aufwand entstanden ist.

9.2 Übergabe- und Rücknahmezustand

Das Fahrzeug wird dem Mieter innen und außen gereinigt übergeben.

9.3 Reinigungspflichten des Mieters

Die Fahrzeuginnenreinigung ist zwingend vom Mieter durchzuführen. Hierbei ist der „Reinigungsstandard“ zu beachten. Er wird dem Mieter mit der Buchungsbestätigung übermittelt, ist Anlage und ausdrücklich Bestandteil dieser AGB und hängt zusätzlich im Wohnmobil aus.

9.4 Reinigungsoptionen

9.5 Reinigung und Entleerung

Die Entleerung von Abwasser und Toilette muss durch den Mieter vor Rückgabe erfolgen. Eine Entleerung durch den Vermieter am Standort ist aus hygienischen Gründen nicht möglich.

Folgende Pauschalen werden bei Zuwiderhandlung bzw. vertraglicher Vereinbarung fällig (dem Mieter bleibt der Nachweis eines geringeren Aufwands gestattet):

9.6 Rücknahme

Die Rücknahme erfolgt unter Vorbehalt einer eingehenden Prüfung. Das bei Rückgabe von beiden Parteien unterzeichnete Rückgabeprotokoll dokumentiert den Zustand. Schäden, die bei der Rückgabe aufgrund von Verschmutzung oder Lichtverhältnissen nicht sofort erkennbar waren, oder technische Mängel, die erst bei einer Funktionsprüfung/Reinigung festgestellt werden können, werden dem Mieter innerhalb von 3 Werktagen angezeigt.

9.7 Verwaltungspauschale

Für die Bearbeitung von Bußgeldern, Mautforderungen oder Schadensabwicklungen wird eine Pauschale von 30,00 € pro Vorgang erhoben. Dem Mieter bleibt der Nachweis gestattet, dass ein geringerer Aufwand entstanden ist.

9.8 Zusätzliche Leistungen und Eigenaufwand

Zusätzliche Aufwendungen und Leistungen des Vermieters (z. B. für Verbringungsfahrten zur Werkstatt, handwerkliche Notreparaturen oder Sonderreinigungen) werden mit 55,00 € pro Stunde berechnet. Dem Mieter bleibt der Nachweis gestattet, dass ein geringerer oder gar kein Aufwand entstanden ist.

10. Haftung des Vermieters

10.1 Umfang der Haftung

Der Vermieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet er nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Die Haftung bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

11. Schlussbestimmungen & Datenschutz

11.1 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt deutsches Recht. Gerichtsstand für Kaufleute oder Personen ohne allgemeinen Wohnsitz im Inland ist der Sitz des Vermieters. Für Verbraucher gilt der gesetzliche Gerichtsstand.

11.2 Datenschutz und GPS

Der Vermieter erhebt und verarbeitet personenbezogene Daten des Mieters ausschließlich zur Vertragsabwicklung und auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen der DSGVO. Die Informationen nach Art. 13 DSGVO (Verantwortlicher, Rechtsgrundlagen, Empfänger, Speicherdauer, Betroffenenrechte) werden dem Mieter in einer gesonderten Datenschutzerklärung vor Vertragsschluss bereitgestellt.

Das Fahrzeug kann mit einem GPS-Ortungssystem ausgestattet sein. Eine Verarbeitung von Positionsdaten erfolgt ausschließlich anlassbezogen und nur, soweit dies zur Wahrung berechtigter Interessen des Vermieters erforderlich ist (z. B. bei Diebstahl, vertragswidriger Nutzung oder zur Sicherstellung vertraglich vereinbarter Nutzungsgebiete). Eine darüberhinausgehende dauerhafte Ortung oder Verhaltensüberwachung findet nicht statt.

11.3 Salvatorische Klausel

Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleiben die übrigen Bestimmungen hiervon unberührt (Salvatorische Klausel).

12. Widerrufsbelehrung

12.1 Widerrufsrecht

Bei Verträgen über die Vermietung von Kraftfahrzeugen für einen spezifischen Termin oder Zeitraum besteht gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB kein gesetzliches Widerrufsrecht nach den Vorschriften über Fernabsatz- und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge.

Da Gegenstand des Vertrages die zeitlich befristete Vermietung eines Wohnmobils für einen konkret vereinbarten Zeitraum ist, besteht daher kein gesetzliches Widerrufsrecht. Etwaige vertraglich eingeräumte Stornierungsmöglichkeiten richten sich nach Ziffer 2.2.